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Geopolitik Strategien zur Weltherrschaft oder Der neue Kolonialismus

31.10.2022:  Putin sieht historischen Scheidepunkt: Es warten viele Gefahren, aber auch Chancen für die Welt. Mit seiner Rede vor dem Diskussionsklub Waldai zeigt Präsident Wladimir Putin Russlands neues Selbstverständnis. Für die Welt böten die kommenden Jahre trotz ihres Konfliktpotenzials die Chancen auf eine gerechtere Ordnung. Über den westlichen Hegemonismus, destruktive und aufdringliche Ansprüche auf Einmaligkeit hat Wladimir Putin auch vor einem Jahr auf der Sitzung des Waldai-Klubs gesprochen. Damals zog er die Bilanz der missbildeten Weltordnung, die nach dem Zerfall der Sowjetunion entstand.
Die Konfrontation zweier Supermächte schien der Vergangenheit anzugehören, die Sowjetunion war zerfallen, Russland öffnete seine Arme für die "zivilisierte" Welt. Man könnte meinen, die weltweite Harmonie könnte auf Grundlage von Gleichberechtigung aufgebaut werden, und globale Konflikte werden aufhören. Doch stattdessen verkündete der Westen die Idee des eigenen vollständigen und endgültigen, zivilisatorischen und totalen Sieges. Aus der Idee dieses Sieges erwuchs die Einrichtung ebendieser unipolaren Welt und des Monopolrechts des Westens, das Mustermaß in allen Bereichen zu sein, seinen Willen zu diktieren und jede Eigenwilligkeit zu unterdrücken.
Deshalb wurde die Chance für die Welt verpasst, die sich gerade eben erst von permanenten apokalyptischen Ängsten des Kalten Krieges erholt hatte.
Die Welt verwandelte sich in eine Pyramide, an deren Spitze die sprichwörtliche "City upon a Hill" steht. Es entstand eine im Grunde wahnsinnige Situation, als die Menschheit erneut getrennt wurde. Diesmal geschah es nicht aus ideologischen Gründen, sondern sie wurde de facto in olympische Halbgötter der goldenen Milliarde und den Rest der Welt aufgeteilt. Die Letzteren hatten den Willen der Ersteren zu befolgen, ihre Launen zu dulden und auf ihren Altar reiche Opfergaben zu bringen, um ihren Zorn und die Verwandlung des eigenen Landes in Jugoslawien, den Irak, Libyen usw. zu vermeiden. Doch diese ganze Konstruktion – die Utopie des amerikanischen Traums – erwies sich im Laufe der Jahre als völlig nicht überlebensfähig und für die Welt äußerst gefährlich. Deshalb sagte der russische Staatschef auch vor einem Jahr, dass die "Vorherrschaft des Westens in internationalen Angelegenheiten" zum Ende kam und stellte fest, dass der Kapitalismus sich ausgeschöpft habe. Die heutigen Verhältnisse, als der Westen seine eigenen fundamentalen Prinzipien verletzte, wie etwa die Unverletzlichkeit des Eigentums, bestätigten dies nur. Mehr …

30.10.2022:  Posthegemoniale Welt: Russland schafft eine neue internationale Ordnung. Vor den Augen der ganzen Welt trat Russland in eine offene Konfrontation mit dem Westen, um dessen Monopol zu brechen. Es besteht keine Zweifel, dass der Westen dieses am Ende verlieren wird. Die Frage ist nun, ob Russland in der Lage sein wird, daraus Vorteile zu ziehen. Nie zuvor hat das Staatsoberhaupt, das sich in einem akuten Konflikt mit so vielen Gegnern befindet, Zeit für ein ausführliches Gespräch mit Wissenschaftlern und Meinungsführern aus verschiedenen Ländern gefunden. Dies ist in der Tat ein Zeichen der modernen Zeit: Sich mit einer Koalition westlicher Länder anzulegen, bedeutet nicht, dass Russland isoliert ist und aufhört, die wichtigsten Probleme der Welt mit denen zu diskutieren, die zu einem solchen Gespräch bereit sind. Und gleichzeitig ist es ein Merkmal der russischen Politik, unabhängig von außenpolitischen Umständen und Konflikten für den Dialog offen zu sein. Der Präsident konzentrierte sich in seiner Rede vor einem internationalen Publikum auf das Wesentliche: die Bedeutung des Zusammenstoßes zwischen Russland und dem kollektiven Westen für die Entwicklung der Welt und gleichzeitig die Erläuterung, wie widerstandsfähig Russland angesichts der sich abzeichnenden Konfrontation eigentlich ist. Es ist kein Zufall, dass Putin dies betont hat: Russland wird sich nicht für irgendwelche abstrakten Ideale opfern. Es arbeitet jetzt gerade an Stärkung seiner Souveränität und der Fähigkeit, sich selbst zu entwickeln. Diese Ziele sind konkret und spiegeln die wichtigsten Aufgaben wider, vor denen das Land steht. Mehr …

27.10.2022: Verträge und was sie wert sind. In der Politik geht es nicht um Moral, sondern um handfeste Macht-Interessen. Diese Interessen bestimmen den Kurs, und wenn sie sich ändern, ändert sich auch die Nützlichkeit bestimmter Allianzen. Hier ein Beispiel: Der Hitler-Stalin-Pakt 1929/1930. (Teil 1). Der Hitler-Stalin-Pakt wird in der aktuellen Geschichtsschreibung auf August 1939 da-tiert, und es wird der Eindruck erweckt, daß dieser Pakt von Deutschland ausging, da Hitler freie Hand für seinen Überfall auf Polen brauchte. Tatsächlich wurde dieser Pakt schon rund zehn Jahre früher geschmiedet, und die Ur-sprünge und Ursachen für das Zustandekommen dieser ebenso merkwürdigen wie fragwürdigen Allianz gehen sogar bis ins Jahr 1919 zurück. Nach Abschluß der Waffenstillstandsverhand-lungen begannen in Paris die Friedensver-handlungen unter Vorsitz des US-Präsidenten Wilson, der durchgesetzt hatte, daß seine Pläne für einen Völkerbund Teil der Verhandlungen waren. Wilson hatte schon in seinen 14 Punkten das Selbstbestimmungsrecht der Völker gefor-dert, um dieses dann bei den Verhandlungen geradezu vorsätzlich zu ignorieren, natürlich zu Lasten der Mittelmächte. Mehr …

Der Hitler-Stalin-Pakt 1929/1930. Hier nun Teil 2 als Fortsetzung: Während die meisten Weimarer Politiker dies nicht offen auszusprechen wagten und lediglich erklärten, daß sie auf friedlichem Weg versuchen wollten, den Bestimmungen des Versailler Vertrages entgegen zu wirken, erklärte Hitler – zumindest solange er in der Opposition war – recht lautstark, was er vom Versailler Vertrag und dem Verhalten der polnischen Regierung hielt. Hitler, der an guten Beziehungen zu den christlichen Kirchen und speziell dem Vatikan interessiert war, schloß sich auch gerne dem Kreuzzuggerede der Kirche gegen den Bol-schewismus an und erweckte so bereits Jahre vor seinem Regierungsantritt den Eindruck erbitterter Kommunistenfeindschaft, obgleich sich in Einzelfällen bereits abzeich-nete, daß im realen politischen Betrieb, Nationalsozia-listen und Kommunisten auch schon mal zu-sammengingen, wenn es darum ging, der SPD, dem Zentrum oder den liberalen Parteien zu schaden. Mehr …

Der Hitler-Stalin-Pakt 1929/1930. Hier nun Teil 3 als Fortsetzung: Nachdem Polen sich zwischenzeitlich nun an seinen kleineren Nachbarländern abgearbei-tet hatte, kam es dann 1939 zum nächsten großen Konflikt mit Deutschland. Der Anlass war dabei relativ nichtig. Hitler bat – für seine Verhältnisse – ausgesprochen höflich Polen um die Unterstützung bei seinem Vorhaben, den Völkerbund aufzufordern, Danzig an das Reich zurückzugeben. Die Polen, denen in Danzig zahlreiche Sonderrechte sowie die Nutzung des Hafens garantiert waren, sollten mit einem eignen Hafen auf deutsche Kosten und einem großzügigen Wirtschaftsabkommen belohnt werden. Deutschland wollte außerdem eine exterritoriale Autobahn und Zugverbindung durch den Korridor, und Deutschland bot noch einen auf 25 Jahre angelegten Nichtan-griffspakt sowie die endgültige Anerkennung der polnischen Grenzen, was zuvor jede demokratische Regierung der Weimarer Republik abgelehnt hatte. Nach Beratungen mit England und Frankreich – wobei bis heute nicht klar ist, was da besprochen wurde, da wichtige Akten bis heute nie veröffentlicht wurden – erhob nun plötzlich Polen Ansprüche auf Danzig, was angesichts der Tatsache, daß rund 95 % der Bewohner Danzigs deutschstämmig waren, ebenso grotesk wie unverständlich war. Mehr …

22.10.2022:  Die Welt darf nicht ohne US-Führung bleiben. Mit diesen Worten beschwört US-Außenminister Antony Blinken den Erhalt der bröckelnden US-Führungsmacht. Aber ist die Abwendung von der "regel-basierten Ordnung" des US-Alleinherrschers womöglich ein Schritt in den (chinesischen) Abgrund? Man dürfe nicht zulassen, dass die Welt ohne die Führung der USA bleibe, erklärte US-Außenminister Antony Blinken bei einer Veranstaltung an der US-Elite-Universität Stanford am 17. Oktober. Gemeinsam mit seiner Amtsvorgängerin, Ex-Außenministerin Condoleezza Rice, sprach er über die zukünftige Entwicklung und Bedeutung von Technologie, Diplomatie und nationaler Sicherheit und in diesem Zusammenhang ausgiebig über die Rolle Chinas. Unter anderem sagte Blinken: "Rundum stehen wir in einem Wettrennen (mit China), um – wie ich bereits aus unserer Perspektive erklärte – die Ära zu gestalten, die auf die Post-Kalte-Krieg-Periode als nächstes folgt. Wie wird diese Zeit aussehen? Wessen Werte werden widergespiegelt werden? Wir haben eine einfache Entscheidung, denn die Welt organisiert sich nicht von selbst. Die USA haben die Wahl. Wenn wir uns an der Organisation nicht beteiligen und keine Führungsrolle übernehmen, bedeutet das eins von beiden: Entweder sie (die Welt) wird von jemand anderem übernommen, vielleicht von China, und zwar nicht in einer Weise, die voll und ganz mit unseren Interessen und Werten übereinstimmt, oder – was genau so schlimm ist – niemand tut es, dann entsteht ein Vakuum, das eher von schlechten Dingen gefüllt wird als mit guten." Hier haben wir sie wieder, die unausstehliche US-amerikanische Selbstverherrlichung, dass nur und ausschließlich die USA das Wahre, Gute und Schöne verkörpern und sich die US-Oligarchen selbstlos aufopfern, den Rest der Welt mit Gaben zu beglücken, wenn nötig mit Bomben und Granaten, mit Sanktionen und Hungersnöten, mit Millionen Toten und noch mehr Verletzten und Flüchtlingen. Mehr …

21.10.2022: Saudi Arabien als BRICS Mitglied stärkt multipolare Welt – Europa mit wachsendem Defizit. Im auslaufenden Jahr 2022 treten zwei Trends immer stärker hervor. Die unabhängigen Länder gewinnen dank der Sanktionspolitik der USA laufend an Kraft und Zusammenhalt, während Europa von der Politik offenbar gezielt auf einen Abgrund zusteuert. Die Politik der EU im Auftrag und zum Nutzen der USA verursacht ein massives Handelsbilanzdefizit im heurigen Jahr. Wir haben gesehen, dass sich immer mehr Länder gegen die Hegemonie der USA und des Dollars stellen. Organisationen wie BRICS+, SOZ, CICA und andere schließen sich gegen die Hegemonie der USA und ihrer europäischen Vasallen zusammen. Der Dollar soll durch eine BRICS Währung im größeren Teil der Welt ersetzt werden. Erdöl und Erdgas dominieren noch immer als Energiequellen. Umso wichtiger ist die Rolle der Ölproduzenten. Kronprinz Mohammed bin Salman Al Saud von Saudi-Arabien (KSA) hat seinen Wunsch geäußert, dass das Königreich als Vollmitglied der BRICS beitritt, so Cyril Ramaposa, Präsident Südafrikas, bei seinem Besuch in Riad. Der Beitritt Südafrikas zu den BRICS, der bereits 2023 erfolgen könnte, wäre nicht nur eine weltweite Sensation, sondern würde auch das Gleichgewicht der politischen Kräfte und Ländergruppen auf der internationalen Bühne neu gestalten. Mehr …

18.10.2022: Was für ein Spiel spielen die USA und Deutschland? Deutschland, das gerade seine Versorgung mit russischem Gas verloren hat und bestenfalls ein Sechstel davon in Norwegen beziehen kann, versinkt vor unseren Augen im Krieg in der Ukraine. Es wird zum Zentrum der verdeckten Aktionen der NATO, die letztlich gegen Deutschland agiert. Der gegenwärtige Konflikt ist besonders undurchsichtig, wenn man die Verbindungen zwischen US-Straussianern, revisionistischen Zionisten und ukrainischen integralen Nationalisten nicht kennt. Der Krieg in der Ukraine wirkt wie ein Köder. Wir sehen nur den Krieg und haben den großen Konflikt vergessen, in dem der Krieg stattfindet. Daher verstehen wir nicht, was sich auf dem Schlachtfeld abspielt, und wir nehmen auch nicht richtig wahr, wie sich die Welt neu organisiert und insbesondere wie sich der europäische Kontinent entwickelt.
Alles begann mit der Ankunft von Joe Biden im Weißen Haus. Er umgab sich mit ehemaligen Mitarbeitern, die er während seiner Vizepräsidentschaft kennengelernt hatte: den „Straussianern“ [1]. Diese kleine Sekte wechselt ihre politische Farbe, entweder republikanisch oder demokratisch, je nach der Partei des amtierenden Präsidenten. Ihre Mitglieder, praktisch alle Juden, folgen der mündlichen Lehre des verstorbenen Leo Strauss. Sie sind überzeugt, dass die Menschen böse und die Demokratien schwach sind. Mehr noch: Sie waren nicht in der Lage, ihr Volk vor dem Holocaust zu retten und werden es beim nächsten Mal auch nicht retten können. Sie glauben, dass sie nur überleben können, wenn sie selbst eine Diktatur bilden und die Kontrolle behalten. In den 2000er Jahren schufen sie das Project for a New American Century. Sie hatten sich ein "Neues Pearl Harbor" gewünscht, das die Gemüter der Amerikaner so schockieren würde, dass es ihnen gelingen würde, ihnen ihre Ansichten aufzuzwingen. Das waren die Anschläge vom 11. September 2001. Mehr …

13.10.2022: Das Heucheln der Kolonisten. Heute will ich darüber berichten, wie die EU ein Pipelineprojekt in Afrika verhindern will, welches für zwei Länder eine erhebliche Hilfe bei der Überwindung der Armut und der Entwicklung der Länder darstellen könnte. Ein Verhalten, das nun unter der Begründung „Klimaschutz“ einen Heiligenschein erhält, während es einfach die nachkoloniale Politik ist, diese Länder nicht zu Konkurrenten werden zu lassen, um sie weiter als billige Rohstoffquellen zu erhalten. Danach komme ich unweigerlich auf die Pipelines NordStream zurück, welche in der Ostsee gesprengt wurden, ohne dass sich die absolute Mehrheit der EU-Parlamentarier über die historisch einmaligen Umweltschäden äußerten, und versuchten, den Verursacher ernsthaft zu ermitteln. Afrika will nicht mehr Kolonie sein. Mehr …

12.10.2022: Das wichtigste geopolitische Ereignis der letzten Monate. Opec+ drosselt die Erdölproduktion gegen den ausdrücklichen Willen der USA. Es ist in der gegenwärtigen Multikrise das Ziel des kollektiven Westens, die Hegemonie der USA und der hinter ihnen stehenden finanziellen Institutionen aufrecht zu erhalten. Für Russland geht es darum, angesichts dieser Bemühungen seine Souveränität zu bewahren. Es ist für beide Seiten ein Kampf um Sein oder Nicht-Sein. Das von Wachstum und Ausbeutung abhängige westliche Wirtschafts- und Finanzsystem muss expandieren, sonst bricht es zusammen. Verliert Russland, wird sein Reichtum verteilt und seine Bevölkerung behandelt wie diejenige eines Drittweltlandes.
Seit der faktischen Aufhebung des Goldstandards durch Nixon im August 1971 ist die Verwendung des Dollars als alleinige Handelswährung für Erdöl der entscheidende geoökonomische Faktor. Die Abhängigkeit der modernen Zivilisation vom Erdöl macht die Staaten dieser Welt abhängig von Dollar-Reserven. Wer Energie braucht, benötigt Dollar-Reserven. Dies hat es den USA erlaubt, gigantische Defizite aufzubauen und sie mit gedruckten Dollars zu decken, die sämtliche Staaten noch so gerne absorbierten – denn Erdöl braucht man immer, und damit auch Dollars. Das ist auch der Grund, warum die USA sämtliche Länder mit Sanktionen oder Kriegen hart bestraften, die sich erdreisteten, ihr Erdöl für andere Währungen als den Dollar zu verkaufen. Irak, Iran, Syrien, Libyen, Russland und Venezuela sind die bekanntesten Beispiele. Die Basis der US-amerikanischen Kontrolle des Erdölmarktes war ihre strategische Partnerschaft mit Saudi-Arabien, dem größten Erdölproduzenten der Welt. Die Saudis steigerten (oder reduzierten) die Produktion nach den Wünschen der USA und erhielten dafür Waffen. Der grösste Feind des sunnitischen Saudi-Arabien ist der schiitische Iran, der selber über grosse Erdölvorkommen verfügt und damit auch ein potenter ökonomischer Konkurrent ist. Diese traditionelle Feindschaft erklärt auch die enger gewordene Beziehung zwischen Saudi-Arabien und Israel, ebenfalls ein traditioneller Feind des Iran.
Nun hat sich in der letzten Woche Erstaunliches ereignet: Die Opec hat in der Formation «Opec+» – d.h. mit Russland – beschlossen, die Förderung zu reduzieren, gegen den erbitterten Widerstand der USA. Jede verfügbare Person im Weissen Haus soll sich Berichten zufolge dafür eingesetzt haben, diesen Entscheid zu verhindern. Erfolglos, wie wir wissen. Der Entscheid ist für Joe Biden und die Demokraten kurz- und langfristig sehr gefährlich. Steigende Erdölpreise gefährden ihren Erfolg in den Zwischenwahlen vom 8. November. Der Benzinpreis an den Tankstellen ist bereits gestiegen. Langfristig erschüttert er die Position des Petrodollars. Zudem dürfte es Russland sein, das vom Opec+-Entscheid am meisten profitiert. Denn Russland ist der Produktionsdrosselung nicht unterworfen – und wird von den Preissteigerungen am meisten profitieren. Mehr …

09.10.2022: Globalismus seit 2000 Jahren! Krieg mit Rußland seit 1914! Ideologen streben seit jeher um Macht und die Weltmacht. Zugrunde liegt ihnen allen die Ideologie der Bibel, des Talmud. Was sich heute an sichtbaren Politikern in den Staatskanzleien tummelt, besteht samt und sonders aus mit Geld und Karriere gelockten Puppen der überstaatlichen Drahtzieher, die jene Globalisten-Welt pyramidenförmig durchorganisiert hat. Diesen Leuten sind die Völker ausgeliefert. Und der Welteinheitsfunk versteht sein Handwerk: Die Völker werden zur Masse von induziert Irren, die glauben, was ihnen vorgegaukelt wird. Mehr …

05.10.2022: Der nukleare Schatten über dem Pazifikraum. Im pazifischen Raum, in der Geopolitik eine weit entfernte Sache war, konnte man sich von den hitzigen Konflikten, den tumultartigen Situationen, dem Aufstieg und Fall der Großmächte isolieren. Je tiefer man in den Ozean vordrang, desto verstreuter wurden die Inseln, die industrielle Umweltverschmutzung ließ nach, das Grollen der politischen Ordnung Amerikas schien weniger wichtig und die Gewalt und Unsicherheit Eurasiens weit entfernt. Der 15. September 2021 war der Tag, an dem alles auf den Kopf gestellt wurde. Die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich und Australien kündigten die Gründung von AUKUS an, einer komplexen Verteidigungspartnerschaft, die drei angelsächsische Seestaaten vereint. Die ersten beiden verpflichteten sich, dem letzten acht Atom-U-Boote zu verkaufen – schwarze Monster, die ruhig bis in die Tiefen des Ozeans tauchen, Raketen tragen, die mehrere Städte zerstören können, und erst am Ende der Welt wieder auftauchen -, die eine unsichtbare und erschreckende Bedrohung für diese wohlhabende Gegend darstellen. In diesem Jahr kündigte die Allianz eine Zusammenarbeit bei Hyperschallwaffen an und führte die strategische Plattform, die Atomwaffen transportieren kann, in die Region ein. Diese gefährliche Verschwörung hat die Ruhe eines friedlichen Ozeans gestört, den Pazifik in ein Schlachtfeld verwandelt, auf dem sich die Rivalität der Mächte abspielt, und einen großen nuklearen Schatten über die Region geworfen.
Die australische Regierung schlug in den 1950er-Jahren vor, von Großbritannien Atomwaffen zu kaufen. Experten zufolge würden die acht an Australien gelieferten Atom-U-Boote zwei Tonnen auf 93,5% angereichertes Uran mit sich führen, was Australien in die Lage versetzen würde, 80 Atomsprengköpfe herzustellen, solange es seine Ambitionen beibehält. Dies würde direkt gegen die Satzung der Internationalen Atomenergiebehörde sowie den Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen verstoßen und den Vertrag für eine atomwaffenfreie Zone im Südpazifik zu einem toten Paragrafen machen, dessen Grundprinzipien das Land in den 1980er-Jahren selbst vorgeschlagen hatte. Der Transfer von nuklearer Antriebstechnologie würde aufgrund der Lücken in den einschlägigen Verträgen ebenfalls einen neuen Weg für die Verbreitung von Atomwaffen eröffnen. Länder wie der Iran, Saudi-Arabien und Südkorea würden beanspruchen, dass sie auch Schiffs-Atomreaktoren bauen könnten. Obwohl die Regierungen der USA und Australiens angesichts der Bedenken von Ländern der Region wie Indonesien und Malaysia ihre internationalen Verpflichtungen bekräftigt haben, sind Experten für die Nichtverbreitung von Kernwaffen nach wie vor der Ansicht, dass die von AUKUS genutzten rechtlichen Schlupflöcher eine große Bedrohung für die Kontrolle von Kernwaffen darstellen. Mehr …

02.10.2022:  Weltgendarm USA: Feind ist, wer seine Ressourcen "undemokratisch kontrolliert" – d.h. nicht der Ausbeute durch US-Oligarchen freigibt. Ein verbreiteter Mythos der jüngeren Geschichte besagt, dass wir in den 1990er Jahren – unmittelbar nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion – eine große Freundschaft mit den USA pflegten. In Washington hielt man Russland nun für ungefährlich, erlaubte dem Land, sich zu entwickeln, an der Globalisierung teilzunehmen und irgendwie auch etwas daran zu verdienen: "Friede, Freude, Eierkuchen, nein: Kaugummi." Dann aber benahm sich Russland "daneben", hat Georgien zum Frieden gezwungen, die Krim annektiert und sich im Donbass eingemischt. Die US-Amerikaner waren sehr verärgert und mussten beginnen, Russland zu "bestrafen". In Wirklichkeit war das alles leider anders. In diesem Jahr wird die legendäre Wolfowitz-Doktrin 30 Jahre alt. Die ersten Auszüge daraus erschienen in der US-Presse im März 1992. Keine drei Monate waren da seit dem Zerfall der UdSSR vergangen. Allerdings bezeichnete Paul Wolfowitz, ein prominenter Beamter des US-Außenministeriums und des Pentagon, die Russische Föderation schon damals als die potenziell größte Bedrohung für die Vereinigten Staaten von Amerika und forderte die US-Regierung auf, sich nicht auf den vermeintlichen Lorbeeren des Sieges im Kalten Krieg auszuruhen. Der Grund für diese angespannte Sichtweise ist äußerst einfach: Selbst als Russland nach dem Zusammenbruch der UdSSR geschwächt war, verfügte dieses Land über den weltweit größten Bestand an strategischen Kernwaffen und war als einziges Land der Welt theoretisch in der Lage, die Vereinigten Staaten zu vernichten. Für die US-Amerikaner ging es also in erster Linie darum zu verhindern, dass Russland weiter erstarken und sich von Washingtons Einfluss lösen könne. Mehr …

26.09.2022: Die wahre US-Agenda in Afrika ist Hegemonie. Vergessen Sie die Entwicklung. Washingtons Hauptinteresse in Afrika besteht heute darin, die Chinesen und Russen fernzuhalten. In einem vernünftigen Umfeld wurde bei der 77. Sitzung der UN-Generalversammlung (UNGA) über die Linderung der Schwierigkeiten und Nöte des globalen Südens diskutiert, insbesondere Afrikas. Das war nicht der Fall. Wie ein Reh im geopolitischen Scheinwerferlicht gab UN-Generalsekretär Antonio Guterres Plattitüden über einen düsteren «Winter der globalen Unzufriedenheit» von sich, während die sprichwörtlichen imperialen Unkenrufer die «Glaubenskrise» der UN kritisierten und den von Russland angezettelten «unprovozierten Krieg» anprangerten. Natürlich würde der seit acht Jahren in Zeitlupe ablaufende Völkermord an den russischstämmigen Bewohnern des Donbass niemals als Provokation anerkannt werden. Guterres sprach über Afghanistan, «wo die Wirtschaft in Trümmern liegt und die Menschenrechte mit Füssen getreten werden» – doch er wagte es nicht, den Kontext zu nennen. In Libyen «gefährden die Spaltungen weiterhin das Land» – auch hier kein Kontext. Ganz zu schweigen vom Irak, wo «anhaltende Spannungen die Stabilität bedrohen». Afrika hat 54 Nationen als UN-Mitglieder. Jede wirklich repräsentative UNGA-Sitzung sollte die Probleme Afrikas in den Vordergrund stellen. Das ist wieder einmal nicht der Fall. Es bleibt also den afrikanischen Staats- und Regierungschefs überlassen, den dringend benötigten Kontext ausserhalb des UN-Gebäudes in New York zu schaffen. Als einziges afrikanisches Mitglied der G20 forderte der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa kürzlich die USA auf, nicht den gesamten Kontinent zu «bestrafen», indem sie die Länder zwingen, Russland zu dämonisieren oder zu sanktionieren. Mehr …

25.09.2022:  Lässt der Westen Jemen fallen, um Wirtschaftskrieg gegen Russland zu führen? Im angespannten Klima durch die Folgen des anhaltenden Konflikts zwischen der NATO und Russland um die Ukraine könnte Frankreich alle Aussichten auf Frieden im Jemen zunichtemachen, um sich Energieressourcen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zu sichern. Mehr …

20.09.2022:  Pelosi in Jerewan: Stehen die USA wirklich an der Seite Armeniens? Den Westmedien scheint Pelosi-Reise nach Jerewan gelegen zu kommen, um Russlands Rolle im Südkaukasus zu kritisieren. Trotzdem sehen die USA Aserbaidschan als NATO-Kandidaten, da Washington damit den Nord-Süd-Korridor und die Neue Seidenstraße gefährden könnte. Mehr …

Regime Change in Weißrussland? Wiener Akademie bildet Anführer aus. An der Diplomatischen Akademie in Wien, einer Kaderschmiede für politische Führungskräfte, werden "Demokratiereform-Experten" ausgebildet. Teilnehmer sind weißrussische Exilanten. In Kooperation mit dem Außenministerium und der Open Society Stiftung bildet man Anführer für einen Regime Change in Weißrussland aus. Mehr …

19.09.2022: Die Geopolitik der russischen/sowjetischen Reparationen an Polen. Die Frage der russischen/sowjetischen Reparationen an Polen wird viel mehr von Warschaus groß angelegten strategischen Plänen zur Wiederbelebung seiner lange verlorenen Rolle als Großmacht angetrieben als von der historischen Gerechtigkeit, die angeblich hinter diesem Anliegen steht. Es ist ein geschicktes Mittel für diesen aufstrebenden regionalen Führer, seinen geplanten Einfluss auf Kosten Russlands und Deutschlands auszuweiten, was wiederum Raum für seinen Aufstieg an deren Stelle schaffen und so die entstandene Lücke füllen würde.
Das polnische Parlament (Sejm) hat gerade eine Resolution verabschiedet, in der es von Deutschland Reparationen für die Zerstörung seines Landes durch die Nazis während des Zweiten Weltkriegs fordert, deren geopolitische Hintergründe der Autor in einem früheren Beitrag analysiert hat, den Sie hier lesen können. Der vorliegende Beitrag konzentriert sich auf die ergänzende Forderung nach russischen Reparationen für die militärische Intervention der UdSSR in der Zweiten Polnischen Republik. Sie begann am 17. September 1939, zweieinhalb Wochen nach dem Einmarsch der Nazis, und führte zur Eingliederung der umstrittenen östlichen Grenzgebiete („Kresy“) in die Sowjetrepubliken Belarus, Litauen und Ukraine.
Die Frage der Reparationen im Zusammenhang mit diesen Entwicklungen ergab sich aus einer in letzter Minute vorgenommenen Änderung der in der Einleitung erwähnten Entschließung, in der es heißt, dass „Polen noch keine angemessene finanzielle Entschädigung und Sühne für die Verluste erhalten hat, die der polnische Staat während des Zweiten Weltkriegs infolge der Aggression durch die Sowjetunion erlitten hat“. Der polnische Präsident Andrezj Duda sagte kurz darauf: „Deutschland hat den Zweiten Weltkrieg begonnen und Polen angegriffen. Natürlich ist Russland später in diesen Krieg eingetreten, und deshalb sollten wir meiner Meinung nach auch von Russland Reparationen fordern.“ Mehr …

Habeck und Baerbock sind „der wichtigste geopolitische Erfolg der USA“. Die EU fährt wirtschaftlich mit Vollgas an die Wand, was russische Korrespondentenberichte aus Europa immer wieder sehr eindrucksvoll aufzeigen. Beginn der Übersetzung: EU-Chefdiplomat Josep Borrell versuchte am Dienstag in Straßburg, die Abgeordneten des EU-Parlaments davon zu überzeugen, die anti-russischen Sanktionen weiterhin auszuhalten. Nach dem Motto, sie werden schon noch wirken: „Wir bestehen darauf, dass diese Sanktionen funktionieren. Wir können sie nicht aufheben, solange sie keine Ergebnisse liefern. Es ist wie bei einer Diät, das Ergebnis ist nicht am nächsten Tag erreicht. Man muss etwas tun, dann wird sich allmählich ein Effekt einstellen. Aber wenn man alles abrupt abbricht, können die Kilos zurückkommen.“ Bisher verlieren nur die Geldbörsen der Europäer an Gewicht, aber wenn es so weitergeht, werden auch die Europäer anfangen, Gewicht zu verlieren, und zwar massenhaft. Wie verabschiedet sich Europa von der satten und warmen Zeit? Ein Bericht des Anti-Spiegel Deutschland-Korrespondenten. Mehr …

15.09.2022: Handelskrieg: Kampf um jeden Nanometer. Taiwan ist das Non plus ultra, wenn es um Computerchips geht. Vor allem dank der dort ansässigen Firma TSMC, die zusehends ins Visier der konkurrierenden Großmächte USA und China gerät. Seit der Chip in den 1950er Jahren erfunden wurde, entwickelte sich zunächst in den USA eine neue Industrie, vor allem in Kalifornien. Daher hat das Silicon Valley auch seinen Namen, die Firma Intel hat hier ihren Sitz.
Taiwan und Südkorea bauten in den folgenden zwei Jahrzehnten ebenfalls eigene Fabriken zur Entwicklung und Herstellung von Mikrochips auf. Seitdem hat sich der Halbleitertransistor zum wesentlichen Hardware-Baustein der digitalen Gesellschaft entwickelt. In den letzten siebzig Jahren sind sie immer kleiner, schneller und sparsamer geworden, Stichwort: Moores Gesetz. Bei der Herstellung ist jedoch ein gegenläufiger Trend zu beobachten: Der Energie- und Ressourcenaufwand wird immer größer, je kleiner die Strukturen werden. Die Branche ist extrem kapital- und ressourcenintensiv, Strom- und Wasserverbrauch sind gigantisch. Für den Bau einer neuen Halbleiterfabrik werden mehrere Milliarden Dollar fällig. Für den Betrieb einer modernen Chipfabrik werden 100 Megawattstunden Strom pro Stunde und 156.000 Tonnen Wasser pro Tag verbraucht – da können selbst Autofabriken nicht mithalten.
Immer weniger Firmen sind weltweit überhaupt noch in der Lage, Chips der letzten Generation, sprich mit den kleinsten Abständen zu produzieren. Vor zwanzig Jahren gab es noch weltweit 25 Hersteller, die Spitzenchips herstellen konnten. Heute verfügen nur TSMC in Taiwan, Intel in den Vereinigten Staaten und Samsung in Südkorea über das Knowhow für die Produktion der fortschrittlichsten Chips. Europa spielt eine untergeordnete Rolle in der Branche, hier werden nur ca. zehn Prozent der Chips weltweit (gemessen als Wafer Capacity) produziert. Allein in Taiwan werden rund viermal so viel hergestellt.
Chinas Hunger nach Chips China hat einen enormen Bedarf an Computerchips, auf dem chinesischen Festland werden über die Hälfte aller Halbleiter dieser Welt verbaut, vorrangig in der Telekommunikationsindustrie, die 42 Prozent aller Chips verbaut. Chinas eigene Halbleiterindustrie ist groß, kann aber technologisch mit den Marktführern nicht mithalten. Daher steht die Förderung der heimischen Chip-Industrie ganz oben auf der Agenda der chinesischen Führung. Erst recht seit die Trump-Regierung eine protektionistische China-Politik verfolgte. Neben Huawei, der vielleicht international bekannteste Fall, setzten die USA im Dezember 2020 auch Chinas führenden Chiphersteller, die Semiconductor Manufacturing International Corporation (SMIC) auf eine schwarze Liste an Firmen, an die nicht exportiert werden darf. Das Unternehmen bestätigte damals, dass diese Maßnahme sie daran hindern würden, Technologien unterhalb von zehn Nanometern zu realisieren. Die Biden-Regierung hat Trumps Politik nicht korrigiert – im Gegenteil. Eine aktuelle Untersuchung des Thinktanks Sinolytics kommt zu dem Ergebnis, unter Biden hätten US-Exportkontrollen für chinesische Unternehmen noch zugenommen. Gleichzeitig drängt Biden die Partnerländer der USA, ihre Ausfuhrkontrollen gegenüber China ebenfalls zu verschärfen. Mehr …

The West against the Rest (II). EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen orientiert in State of the Union-Rede auf Blockbildung des Westens. Nichtwestliche Bündnisse (BRICS, SCO) erhalten wachsenden Zulauf. BRÜSSEL/SAMARKAND – Die EU zielt im Machtkampf gegen Russland und China auf eine globale Blockbildung, strebt eine umfassende Ausdehnung des westlichen Blocks an und wird im Inneren gegen „trojanische Pferde“ auswärtiger Mächte vorgehen. Dies geht aus der gestrigen State of the Union-Rede von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hervor. Demnach wird der transatlantische Block, der einige asiatisch-pazifische Staaten einschließt, mit dem positiv konnotierten Etikett „Demokratien“ versehen. Er soll um möglichst viele Staaten Afrikas und Lateinamerikas erweitert und einem nichtwestlichen Block gegenübergestellt werden, der das negativ konnotierte Label „Autokratien“ erhält. Während die EU die Blockbildung vorantreibt, entstehen im nichtwestlichen „Rest“ der Welt – es handelt sich um drei Viertel sämtlicher Staaten – neue Bündnisse, die eine multipolare Ordnung anstreben. Beteiligt sind neben Russland und China auch Indien, Brasilien und Südafrika. Die Mitgliedschaft in den Bündnissen BRICS oder SCO (Shanghai Cooperation Organisation) streben so unterschiedliche Staaten wie Argentinien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Indonesien an. Mehr …

Wirtschaftskrieg. Das Originaldokument über die Zerstörung der deutschen Wirtschaft durch die Grünen. Es gibt Neuigkeiten über das Dokument, in dem die RAND-Corporation die Zerstörung der deutschen Wirtschaft mit Hilfe der Grünen geplant hat. Am 1. September wurde über ein Dokument berichtet. Dabei handelte es um die Zusammenfassung einer Studie der sehr einflussreichen RAND-Corporation, die in dem Papier ausgeführt hat, dass die Wirtschaft und die politische Dominanz der USA nur zu erhalten ist, wenn ausreichend Geldströme aus Europa in die USA gelenkt werden können und wenn die deutsche Wirtschaft zerstört wird, damit eine mögliche Annäherung Deutschlands und Russlands für die USA nicht zu einer Bedrohung werden kann. Das Dokument / Das Papier trägt das Datum 25. Januar 2022, es wurde also einen Monat vor Beginn der russischen Intervention in der Ukraine verfasst. In dem Dokument wurde die Eskalation des militärischen Konflikts bereits vorhergesagt, wobei es den Autoren als wünschenswert galt, Deutschland in die kommende militärische Auseinandersetzung mit Russland in der Ukraine zu ziehen, um die Gräben zwischen Russland und Deutschland zu vertiefen. Aber auch „nur“ Waffenlieferungen Deutschlands für den ukrainischen Krieg gegen Russland waren sehr wünschenswert, weil das das russische Misstrauen gegenüber Deutschland erhöhen und eine mögliche Annäherung erschweren würde. Der Schlüssel zum Gelingen des Plans waren die Grünen, namentlich wurden Habeck und Baerbock genannt, und es wurde dazu ausgeführt: „Die Voraussetzung dafür, dass Deutschland in diese Falle tappen kann, ist die führende Rolle der grünen Parteien und Ideologie in Europa. Die deutschen Grünen sind eine stark dogmatische, wenn nicht gar eifrige Bewegung, was es recht einfach macht, sie dazu zu bringen, wirtschaftliche Argumente zu ignorieren. In dieser Hinsicht übertreffen die deutschen Grünen ihre Pendants im übrigen Europa. Persönliche Eigenschaften und die mangelnde Professionalität ihrer Führer – allen voran Annalena Baerbock und Robert Habeck – lassen vermuten, dass es für sie nahezu unmöglich ist, eigene Fehler rechtzeitig zuzugeben.“
Ich empfehle jedem, meine Übersetzung des aktuellen Dokuments aufmerksam zu lesen, weil ich es inzwischen eindeutig für echt halte. Das Spannende an der Lektüre des Dokuments ist, dass es schon am 25. Januar verfasst wurde, was ein weiteres Mal zeigt, von wie langer Hand die USA geplant haben, Russland in die ukrainische Falle zu drängen. Mehr …  Siehe hierzu: Die Protokolle der Weisen von Santa Monica.

Die Protokolle der Weisen von Santa Monica. Ein getürktes Dokument des US-Thinktanks Rand Corp. macht die deutschen Grünen zum Hauptinstrument der Zerstörung der europäischen Wirtschaft. Nutzniesser sind jedoch die grossen Akteure an den spekulativen Märkten. Das Papier mit dem Titel «Weakening Germany, strengthening the U.S.» vom 25. Januar 2022 macht zur Zeit die Runde unter verschwörungsaffinen Kreisen im Netz. Aber es ist höchstwahrscheinlich getürkt. Es enthält zu viele Schreibfehler, die in einem Papier einer reputierten Organisation zuhanden höchster US-Regierungsstellen einfach nicht vorkommen dürfen. Zudem ist der Duktus der Sprache untypisch für einen Bericht der Rand Corp. aus Santa Monica, die zu den weltweit einflussreichsten Thinktanks gehört. Aber es enthält plausible Aussagen, die der aktuellen Krise einen Plan und eine Absicht unterstellen. Das ist nicht von der Hand zu weisen – Dinge geschehen ja nicht zufällig. Die Hauptaussage des Dokuments, das nur in fotografierter Form vorliegt, lautet folgendermassen: „Die Voraussetzung dafür, dass Deutschland in diese Falle tappen kann, ist die führende Rolle der grünen Parteien und Ideologie in Europa. Die deutschen Grünen sind eine stark dogmatische, wenn nicht gar eifrige Bewegung, was es recht einfach macht, sie dazu zu bringen, wirtschaftliche Argumente zu ignorieren. In dieser Hinsicht übertreffen die deutschen Grünen ihre Pendants im übrigen Europa. Persönliche Eigenschaften und die mangelnde Professionalität ihrer Führer – allen voran Annalena Baerbock und Robert Habeck – lassen vermuten, dass es für sie nahezu unmöglich ist, eigene Fehler rechtzeitig zuzugeben.“ Sie können das Original auf dem Blog eines gewissen «2nd smartest guy in the world» nachlesen. Thomas Röper hat auf anti-spiegel.ru eine gute Zusammenfassung erstellt. Röper hält das Dokument allerdings für echt, was es aus meiner Sicht definitiv nicht ist. RT deutsch hat Röpers Text in einem Podcast thematisiert, spricht aber von einem «vermeintlichen Rand-Papier». Mehr …

Wehe den Besiegten: der Existenzkampf „Europas“ im Gerangel zwischen den USA und Russland. Neue Forschungen aus den USA belegen die Korrektheit der Aussagen von „Dissidenten“ wie Noam Chomsky, dass der amerikanische Imperialismus seit 1945 aktiv während des 2. Weltkriegs geplant wurde. Stephen Wertheims Tomorrow, the World (2020) ist also wenig mehr als alter Wein in neuen Schläuchen, zeigt aber sehr wohl, dass das US-Establishment immer weniger Rücksicht auf ihr Image („soft power“, nach John Nye) legt.
Der letzte Regierungschef der ehemaligen DDR, Egon Krenz, der—man glaubt es kaum—anlässlich des Erscheinens des ersten Bandes seiner Memoiren von Birgit Baumann für den Standard interviewt wurde, lies erkennen ,dass Krenz „das Problem“ mit den „USA und [deren] Anspruch, ‚alleiniger Weltherrscher‘ sein zu wollen“ identifiziert. Entgegen den gebetsmühlenartig wiederholten Beteuerungen, dass der aktuelle Kurs gegen Russland beigehalten werden müsse—und zwar koste es, was es wolle und entgegen jeglichem möglichen Meinungsumschwung der Bevölkerung, wie etwa die deutsche Außenministerium Annalena Baerbock bei einer Veranstaltung in Prag beteuerte—meinte Krenz hierzu: So wie europäische Politiker bei Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj waren, könnten sie auch nach Washington reisen und Präsident Joe Biden überzeugen, mit Russland auf Augenhöhe über die Vorschläge Putins zur Wahrung russischer Sicherheitsinteressen vom Dezember 2021 zu verhandeln. Das würde europäischen Interessen dienen.
Offensichtlich aber hat die europäische Politik-Elite gleich welcher Couleur oder welchen Landes kein Interesse daran, europäische oder gar nationalstaatliche Interessen zu verfolgen. Zweifelsfrei ist dies eine den USA gewiss willkommene Unterwerfungsgeste (Duldungsstarre). Dennoch führt diese Feststellung unvermeidbar zu Fragen nach den Hintergründen der EU-Integration, die ja schließlich von denselben Politik-Eliten in den letzten rund 30 Jahren verstärkt vorangetrieben wird. Ähnlich wie Annalena Baerbock es in Prag aussprach, so gleichen einander auch die Kommentare der übrigen europäischen Poltiker. Es sieht so aus als ob niemand (mehr) die Interessen der europäischen Völker vertreten würde; zu stark, wenn nicht unüberwindbar wirkt der Einfluss des Transatlantismus in allen seinen vielfachen Manifestationen.
EU und NATO als Herrschaftsinstrumente Washingtons und der Wall Street. Daher sei der bereits erwähnten Frage nach den Hintergründen der EU-Integration auch deren gleichsam „siamesischer Zwilling“ der North Atlantic Treaty Organization (NATO) an die Seite gestellt, um den es in diesem Essay ebenso, wenn auch impliziter gehen mag. Doch zurück zur Europäischen Union (EU), denn diese ist ja—im Gegensatz zur 1949 begründeten NATO—keine dreißig Jahre alt. Der grundlegende Vertrag über die europäische Einigung (Treaty on European Union) wurde 1992 im niederländischen Maastricht unterzeichnet und trat nach seiner Ratifizierung am Allerheiligentag 1993 in Kraft. Mehrfach erweitert und verändert, ist der zweite essenzielle Baustein dieser Dynamiken der Vertrag von Lissabon, der nach dem zuvor gescheiterten Verfassungskonvent schließlich 2007 vereinbart wurde.
In diesem Sinne sitzen „wir“ Europäerinnen und Europäer tatsächlich in demselben Boot. Dieses aber befindet sich in zunehmend gefährlichem Fahrwasser, wobei es einzuschätzen gilt, ob die größere Gefahr von der sklavischen Abhängigkeit von den USA oder den Aktivitäten der europäischen Politik-Eliten und deren Herablassung gegenüber den jeweils eigenen Bevölkerungen ausgeht. In diesem Sinne sind die Aussagen von Annalena Baerbock in Prag keineswegs einzigartig, wie etwa auch ein langes Interview mit Bundeskanzler Olaf Scholz belegt, das im April 2022 in Time Magazine erschienen ist. Neben vielen anderen Dingen finden sich darin auch Aussagen wie etwa die folgende wieder: „Wenn Sie eine gute Führungskraft sind“, so Scholz, „hören Sie den Leuten zu, aber Sie glauben niemals, dass [die Menschen] tatsächlich wollen, dass Sie alles genauso umsetzen, wie es von [den Menschen] gefordert wird.“ Mehr …

14.09.2022: Amerikas Krieg gegen Europas Völker – Das ist Brutalität. Ein Strategiepapier der RAND Corp. Vom 25. Jänner 2022 unterstreicht die geopolitischen Dimensionen des Ukraine-Konflikts. Etwas mehr als zwei Jahrzehnte nach „9/11“ lässt sich die unangenehme Wahrheit über die Intentionen der US-Regierung nicht länger verheimlichen. Die kaltschnäuzige Art, wie Washington den Planeten in Geiselhaft nimmt, ist zwar außerhalb des „Westens“ bekannt, aber nun ist es offenbar auch in Ordnung, dies den eigenen „Partnern und Verbündeten“ in aller Deutlichkeit zu zeigen.
Die am 24. Feb. begonnene „militärische Spezialoperation“ Russlands in der Ukraine und deren Konsequenzen sind von größter Bedeutung für die europäischen Länder und Völker: von der Energieversorgung bis hin zu Versorgungsengpässen und Stromabschaltungen, dieser Winter hat es wohl gewiss in sich.
Vor knapp zwei Wochen veröffentlichte Thomas Röper (der die Webseite Anti-Spiegel.ru von seiner Wahlheimat St. Petersburg aus betreibt) eine Übersetzung der Zusammenfassung eines vorgeblich von der RAND Corporation erstellten Strategiepapiers. Röper wies darauf hin, dass er weder die Quelle noch den Inhalt überprüfen konnte, und auch meine eigenen Recherchen sind bis jetzt ins Leere verlaufen. Nun aber hat—mit zweiwöchiger Verzögerung—ein US-Amerikaner namens Larry C. Johnson ebenso auf das Dokument verwiesen, wovon Bilder bzw. eine Transliteration unter anderem auf Substack aufgetaucht sind. Üblicherweise würde ich dies nicht einfach als Beleg akzeptieren, doch hierbei sei auf den Lebenslauf von Larry Johnson hingewiesen, der viele Jahre seines Lebens als CIA-Mitarbeiter und im US-Außenministerium zugebracht hat, bevor er sich als „Berater“ im Feld „Counter-Terrorism“ selbstständig machte. Es folgt hier also die Übersetzung des Dokuments von Thomas Röper, gefolgt von einigen Anmerkungen über die Hintergründe und Konsequenzen.
Schwächung Deutschlands, Stärkung der USA. Der gegenwärtige Zustand der US-Wirtschaft deutet nicht darauf hin, dass sie ohne finanzielle und materielle Unterstützung von außen funktionieren kann. Die Politik der quantitativen Lockerung, auf die die Fed in den letzten Jahren regelmäßig zurückgegriffen hat, sowie die unkontrollierte Ausgabe von Bargeld während der Covid-Lockdowns 2020 und 2021 haben zu einem starken Anstieg der Auslandsverschuldung und einer Zunahme des Dollarangebots geführt. Die anhaltende Verschlechterung der Wirtschaftslage wird bei den bevorstehenden Wahlen im November 2022 höchstwahrscheinlich zu einem Verlust der Position der Demokratischen Partei im Kongress und im Senat führen. Ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten ist unter diesen Umständen nicht auszuschließen und muss unter allen Umständen vermieden werden. Es ist dringend notwendig, dass Ressourcen in die nationale Wirtschaft fließen, insbesondere in das Bankensystem. Nur europäische Länder, die durch EU- und NATO-Verpflichtungen gebunden sind, werden in der Lage sein, diese ohne erhebliche militärische und politische Kosten für uns bereitzustellen.
Das Haupthindernis dafür ist die wachsende Unabhängigkeit Deutschlands. Obwohl es immer noch ein Land mit eingeschränkter Souveränität ist, bewegt es sich seit Jahrzehnten konsequent darauf zu, diese Einschränkungen aufzuheben und ein vollständig unabhängiger Staat zu werden. Diese Bewegung ist langsam und vorsichtig, aber stetig. Die Extrapolation zeigt, dass das Endziel erst in einigen Jahrzehnten erreicht werden kann. Wenn jedoch die sozialen und wirtschaftlichen Probleme in den Vereinigten Staaten eskalieren, könnte sich das Tempo erheblich beschleunigen. Es ist die Angst vor unserer negativen Reaktion, die im Großen und Ganzen das relativ langsame Tempo dieser Veränderungen bestimmt. Wenn wir eines Tages Europa verlassen, besteht für Deutschland und Frankreich eine gute Chance, zu einem vollständigen politischen Konsens zu gelangen. Dann könnten sich Italien und andere Länder des alten Europas – vor allem die ehemaligen EGKS-Mitglieder – dem unter bestimmten Bedingungen anschließen. Großbritannien, das derzeit nicht der Europäischen Union angehört, wird dem Druck des deutsch-französischen Duos allein nicht standhalten können. Wenn dieses Szenario eintritt, wird Europa nicht nur zu einem wirtschaftlichen, sondern auch zu einem politischen Konkurrenten der Vereinigten Staaten werden. Mehr …

13.09.2022: Die von den Straussianern in die Knie gezwungene EU. Eine kleine US-amerikanische Gruppe, die sich um den Philosophen Leo Strauss gebildet hat, kontrolliert heute sowohl das Verteidigungsministerium als auch das Außenministerium der USA. Nachdem sie seit dem Krieg gegen Jugoslawien viele andere Kriege organisiert hatte, hat sie sich den Krieg in der Ukraine einfallen lassen. Die Gruppe manipuliert seither die Europäische Union und ist jetzt dabei, ihre Energiequellen abzudrehen. Wenn die europäischen Staats- und Regierungschefs ihre Augen nicht öffnen, wird ihr Bündnis mit Washington zum Zusammenbruch der Wirtschaft der Union führen. Es ist sinnlos zu glauben, die Europäer würden verschont bleiben, weil sie in entwickelten Ländern leben. Die Straussianer haben bereits 1992 geschrieben, dass sie nicht zögern würden, Deutschland und die EU zu zerstören. Mehr …

11.09.2022: Etwas mehr als zwei Jahrzehnte nach „9/11“ lässt sich die unangenehme Wahrheit über die Intentionen der US-Regierung nicht länger verheimlichen. Die kaltschnäuzige Art, wie Washington den Planeten in Geiselhaft nimmt, ist zwar außerhalb des „Westens“ bekannt, aber nun ist es offenbar auch in Ordnung, dies den eigenen „Partnern und Verbündeten“ in aller Deutlichkeit zu zeigen.
Die Geschichte eines ökonomischen Verrats (2) – Selbstzerstörung ohne Nutzen. Das vermeintliche RAND-Papier entwickelt eine Strategie, wie Europa genutzt werden könnte, um eine US-Wirtschaft am Leben zu halten, deren koloniale Macht gebrochen ist. Aber sowohl bezogen auf Europa als auch auf die USA gehen die Annahmen fehl. Um Deutschland dazu zu bringen, die russischen Energielieferungen selbst zu kappen, so das Papier, müsse es in einen Konflikt mit Russland hineingezogen werden, was über die Aktivierung des Donbass-Krieges gelingen könne. An diesem Punkt muss man anmerken, dass die Regierung Merkel mit ihrer Untätigkeit bei der Umsetzung der Minsker Vereinbarungen diese Möglichkeit geschaffen hat. Auch hier wird es erst der Blick in die internen Dokumente klären, ob es eigene Großmachtwünsche oder US-Vorgaben waren, die dafür sorgten, dass die offene Wunde des Donbasskrieges erhalten blieb. Aber es ist eindeutig, dass es Handlungsoptionen gab, die nicht genutzt wurden. "Die Voraussetzung dafür, dass Deutschland in diese Falle tappen kann, ist die führende Rolle der grünen Parteien und Ideologie in Europa. Die deutschen Grünen sind eine stark dogmatische, wenn nicht gar eifrige Bewegung, was es recht einfach macht, sie dazu zu bringen, wirtschaftliche Argumente zu ignorieren." Auch dies eine zutreffende Einschätzung. Aber dann folgt ein weiterer Satz, der mich stutzig macht: "Persönliche Eigenschaften und die mangelnde Professionalität ihrer Führer – allen voran Annalena Baerbock und Robert Habeck – lassen vermuten, dass es für sie nahezu unmöglich ist, eigene Fehler rechtzeitig zuzugeben." Nicht, dass diese Einschätzung falsch wäre. Aber Einschätzungen von politischem Personal, das ist eine Ebene, auf der sich RAND eigentlich nicht bewegt; das ist der Job der CIA. Das ist keine Frage des Könnens oder Wollens, sondern eine Frage der Arbeitsteilung. "Die Beteiligung Deutschlands an umfangreichen Waffen- und Rüstungslieferungen an die ukrainische Armee wird unweigerlich ein starkes Misstrauen in Russland hervorrufen, was den Verhandlungsprozess ziemlich langwierig machen wird." Ein weiterer zutreffender Punkt. Man könnte ihn noch ein wenig mit dem Detail verschärfen, dass es nach wie vor keinen Friedensvertrag zwischen Deutschland und Russland gibt, also die aus dem Potsdamer Abkommen resultierenden Besatzungsrechte juristisch nach wie vor gültig sind und das gegenwärtige Verhalten der Bundesregierung gegen dieses Abkommen verstößt. Mehr …

30.08.2022: Der Konflikt in der Ukraine beschleunigt das Ende der westlichen Vorherrschaft (von Thierry Meyssan.) Der ukrainische Konflikt, der als russische Aggression dargestellt wird, ist nur die Umsetzung der Resolution 2202 des Sicherheitsrates vom 17. Februar 2015. Während Frankreich und Deutschland ihre Verpflichtungen zu dem Minsk-II-Abkommen nicht erfüllt haben, hat sich Russland seit sieben Jahren auf die aktuelle Konfrontation vorbereitet. Es hatte die westlichen Sanktionen seit langem vorausgesehen und brauchte nur zwei Monate, um sie zu umgehen. Diese Sanktionen bringen die Globalisierung der USA in Unordnung, stören die westlichen Volkswirtschaften, indem sie Lieferketten unterbrechen, Dollars nach Washington zurückfließen lassen und eine allgemeine Inflation verursachen und schließlich eine Energiekrise im Westen schaffen. Die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten befinden sich nun in der Situation des „bewässernden Gärtners, der sich selber begießt“. Sie graben ihr eigenes Grab. Unterdessen stiegen die Erträge des russischen Schatzamtes um 33% in sechs Monaten. Mehr …

28.08.2022: Sie müssen sich nicht auf die Suche nach Terroristen machen, denn sie sind nicht schwer zu finden. Darf ich es einfach ausspucken? Wir sind die Terroristen. Die Amerikaner sind die Terroristen, die auf der ganzen Welt ungeheures Leid und Tragödien verursachen. Und nein, ich bin nicht der einzige, der dies zugibt. Tief im Inneren wissen alle meine Mitbürger, was wir vorhaben. Der jüngste Vorfall im Jemen macht deutlich, dass mein Land die ganze Welt geplündert hat und immer noch plündert. Ich habe vor ein paar Tagen den Talkmaster Jimmy Dore gesehen, der darlegte, wie die USA, Frankreich und andere Nationen andere Menschen auf dieser Welt ausrauben, um den gescheiterten Superkapitalismus zu stützen. Dore, der eine unheimliche Fähigkeit hat, den Dingen auf den Grund zu gehen, interviewte die äthiopisch-amerikanische Journalistin Hermela Aregawi in einer Geschichte über die französische Fremdenlegion, die sich jemenitisches Erdgas für den Verkauf an die EU sichert. Die Geschichte aus The New Arab beginnt in etwa so: Frankreich könnte sich darauf vorbereiten, eine Gasanlage im Jemen zu schützen, um Exporte zu ermöglichen und so die Abhängigkeit Europas von Russland zu verringern, so ein ehemaliger jemenitischer Außenminister. Abu Bakr al-Qirbi erklärte gegenüber Reportern, die französische Fremdenlegion sei in der jemenitischen Provinz Shabwah eingetroffen, um die Kontrolle über die Balhaf-Gasanlage zu sichern. Er sagte, die Franzosen würden „Vorbereitungen treffen, um Gas aus der Balhaf-Anlage zu exportieren“. Mehr

Der Rückschlag von Washingtons Geopolitik der Eindämmung. Als Präsident Joe Biden die US-Politik der Eindämmung zu einer doppelten Eindämmung aufwertete, d. h. zu einer gleichzeitigen Eindämmung Russlands und Chinas durch eine in Europa (Ukraine) und Asien (Taiwan) erzeugte Krise, ahnten weder er noch seine Regierung, dass dies den Beginn eines Prozesses markieren würde, der die bestehende Weltordnung in einer Weise verändern könnte, wie sie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr gesehen wurde. Der frühere US-Außenminister Henry Kissinger lag mit seiner Vorhersage auf ungewöhnliche Weise richtig, als er sagte, die USA stünden „am Rande eines Krieges mit Russland und China in Fragen, die wir zum Teil selbst geschaffen haben, ohne eine Vorstellung davon zu haben, wie das Ganze enden wird oder wozu es führen soll.“ Der Krieg in Europa hat den USA einige Vorteile gebracht, da keine europäischen Staaten jetzt aktiv über die Schaffung einer rein europäischen Sicherheitsinfrastruktur als Alternative zur US-geführten NATO nachdenken. Diese Frage wird nun wahrscheinlich für viele Jahre nicht mehr auf der Tagesordnung der EU stehen.
Aber was ist mit dem Rest der Welt, insbesondere mit Ländern, die seit Jahrzehnten Verbündete der USA sind? Der Krieg in Europa – und vornehmlich die Art und Weise, wie die USA ihn führen – hat vielen dieser Länder eine Lektion erteilt, die sie offenbar gründlich gelernt haben, um sich an die veränderten Realitäten der globalen Ordnung anzupassen. Ihre Politik spiegelt ihre wachsende Überzeugung wider, dass die globale Ordnung im Wandel begriffen ist und dass neue, alternative Partnerschaften geschmiedet werden müssen. Am deutlichsten zeigt sich dies in dem erneuten Bestreben Saudi-Arabiens und der VAE, zusammen mit vielen anderen Ländern der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) beizutreten. Saudi-Arabien ist ein Land, das während des größten Teils seiner Geschichte als unabhängiges Land von der militärischen Unterstützung der USA abhängig war. Bei den meisten Gelegenheiten ist es den USA in deren Fußstapfen getreten, wenn es um wichtige globale Fragen ging. Im laufenden Krieg in Europa hat Saudi-Arabien jedoch beschlossen, einen anderen Weg einzuschlagen. Saudi-Arabien weigert sich nicht nur, sich auf die Seite der USA gegen Russland zu stellen, sondern ist Berichten zufolge auch bereit, ein „Dialogpartner“ der SCO zu werden. Wie in dem Bericht festgestellt wird, strebt die SOZ eine bedeutende Erweiterung an. Mehr …

24.08.2022: Die deutsche Politik opfert das Volk auf der Schlachtbank oder Verarmen für die Geopolitik von US-Oligarchen. Während sich bei der Energieversorgung eine Katastrophe anbahnt, hält die Bundesregierung an den Sanktionen gegen Russland fest. Zukünftig will sie die Lücken mit dem Import von Fracking-Gas aus den USA kompensieren, einem Land, das für die schwersten Völkerrechtsbrüche der letzten Jahrzehnte verantwortlich ist. Die Abhängigkeit der deutschen Regierung von den geopolitischen Zielen der USA ist deutlicher denn je – die Reaktion der Bürger auf die anstehende Massenverarmung noch offen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ermittelt monatlich im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums die Einfuhren von Erdgas nach Deutschland sowie die jeweiligen Grenzübergangspreise. Gemäß den Angaben der Behörde liegt der Preis für das erste Halbjahr 2022 im Schnitt um das Dreifache höher im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 1999 bis 2021. Mehr …

23.08.2022: WA98 Moskau spannend: 10. Internationale Sicherheitskonferenz - Christoph Hörstel 2022-8-23   

22.08.2022:  Wie sich die USA und Großbritannien von "kleineren Staaten" einfach nehmen, was sie wollen. Im Namen von Sanktionen, geopolitischen Interessen oder der sogenannten "regelbasierten Ordnung" tun Kolonialmächte das, was sie am besten können – sie plündern diejenigen aus, die sie als schwach und ungehorsam ansehen. Man müsste annehmen können, dass die Tage der kolonialen Plünderung vorbei sind, aber man würde sich irren, denn aktuelle Beispiele gibt es zuhauf. Bemerkenswert ist natürlich das Einfrieren von sieben Milliarden Dollar aus der afghanischen Staatskasse durch die USA – Gelder, die die USA weiterhin in ihrem Besitz zurückhalten, selbst wenn sie dabei zusehen müssen, wie afghanische Kinder an Hunger sterben. Anscheinend glauben die USA, dass sie, nachdem sie Afghanistan durch 20 Jahre Krieg verwüstet und davor die Unterstützung der Mudschahedin zu verantworten hatten, Anspruch auf eine Entschädigung haben. Diese auf den Kopf gestellte Art der Argumentation ist in den Köpfen derjenigen im Westen reichlich vorhanden, die einfach glauben, dass sie sich nehmen können, was sie wollen.
In ähnlicher Weise plündern die USA derzeit aus Syrien den größten Teil seines Öls – ein weiteres Land, das zu einem nicht geringen Teil von durch Washington unterstützten Militanten völlig verwüstet wurde, während Syrien selbst unter einer schweren Energiekrise leidet. Nach Angaben des syrischen Ölministeriums "stehlen die US-Besatzungstruppen und ihre Söldner" – womit die von den USA unterstützten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) gemeint sind – "jeden Tag bis zu 66.000 Barrel Rohöl (rund 10,5 Millionen Liter) von den besetzten Ölfeldern in der östlichen Provinz". Das entspricht etwa 83 Prozent der täglichen Ölförderung Syriens. Mehr …

21.08.2022:  Ein Wirtschaftskrieg: Der US-Dollar, der Energiemarkt und die neuen Akteure. Wie eng der Finanzmarkt und die Geopolitik verbunden sind, zeigen die Verwerfungen der letzten sechs Monate. Ob am Ende der US-Dollar einem neuen Währungskorb weichen und Erdöl neu gehandelt wird, ist eine der wesentlichen Fragen, die sich mit dem Kriegsverlauf stellt. Rund 42 Prozent des Welthandels erfolgt in US-Dollar, um die 33 Prozent in Euro. Der chinesische Yuan bestimmt knapp drei Prozent des Marktes. Und dennoch verschieben sich allmählich die Parameter, denn auch die großen Erdölproduzenten am Persischen Golf, die seit Jahrzehnten allesamt enge Verbündete der USA sind, können sich etwas mehr Diversifizierung vorstellen. Als ich im Jahr 2005 für mein Buch "Der Energiepoker" recherchierte, war die Position unter den OPEC-Gesprächspartner einhellig: Der US-Dollar bleibt, unser Erdöl wird nicht anders abgerechnet. Dies hatte auch mit den hohen Auslandsinvestitionen der diversen Staatsfonds in US-Dollar Anlagen zu tun. Zwischenzeitlich entstand das Format OPEC+, dem Russland angehört.
Die Erdölallianz zwischen China und Saudi-Arabien. China ist in den 17 Jahren bis heute zum wichtigsten Erdölimporteur aufgestiegen. Zur Erinnerung, bis etwa 1994 konnte die Volksrepublik ihre nationale Nachfrage mit eigener Ölproduktion decken. Der wichtigste Lieferant für China ist das wahabitische Königreich Saudi-Arabien, eine Theokratie. Erst 1992 begann das kommunistische China diplomatische Beziehungen mit Saudi-Arabien. Das Handelsvolumen und die Besuchsdiplomatie nahmen an Umfang und Wert zu.
Wenn nun Chinas Präsident Xi Jinping nach fast drei Jahren seine erste Auslandsreise nach Saudi-Arabien unternimmt, so wird diese Mission international mit Argusaugen beobachtet werden. Denn dieser Besuch hat mehr als eine hohe Symbolkraft. Xi könnte auch zum Handelspartner EU oder Nachbarn Indien reisen. Vor einigen Monaten hat Kronprinz Mohammed Bin Salman, der de facto die Regierungsgeschäfte führt, aufhorchen lassen, als er ankündigte, Erdöl auch in Yuan abrechnen zu lassen. Die Erdölallianz zwischen Riad und Peking könnte den chinesisch-russischen Bemühungen, einen alternativen Währungskorb für den Rohstoffhandel aufzubauen, viel Auftrieb geben, falls der US-Dollar tatsächlich seine Monopolstellung zunehmend aufgeben muss. Nach großen Kriegen ändert sich auch der Geldmarkt. Mehr …

17.08.2022: Die westliche Strategie zur Demontage der Russischen Föderation. In Anknüpfung an die Strategien Deutschlands im Ersten Weltkrieg und der USA und der ukrainischen integralen Nationalisten während des Kalten Krieges hat der Westen gerade ein Forum der freien Völker Russlands gegründet. Es geht darum, den Zerfall der UdSSR zu verlängern, separatistische Bewegungen zu schaffen, um am Ende die Unabhängigkeit von zwanzig Regionen des Landes zu proklamieren. Mehr …

12.08.2022: Ukraine-Krieg - die Ursachen erklärt: eiskalte Geopolitik  

09.08.2022: Die Söldnerarmee Bundeswehr arbeitet für die langfristige Geostrategie des amerikanischen Kriegsministeriums, eingebunden in die NATO. Militarismus in der Bundesrepublik. Die Geburt der Bundesrepublik aus dem Geist des ungebrochenen Militarismus. Wir beobachten ja gerade mit ungläubigem Staunen und Entsetzen, wie auf den Köpfen aller im Bundestag vertretenen Abgeordneten Militärhelme wachsen. Wie sich alle Abgeordneten am liebsten gleich Khaki-Uniformen anziehen möchten. Um gegen den bösen Iwan wieder einmal in einen brutalen Eroberungskrieg zu ziehen. Wieder wird gejubelt, wenn der Kanzler eine Kriegsanleihe in Höhe von einhundert Milliarden Euro auf den Weg bringt. Wenn wieder einmal jeder Mitbürger, der einen Krieg durch Friedensverhandlungen abwenden will, komplett zusammengefaltet wird. Dies ist ein Bruch mit allen Grundsätzen, die wir in den letzten dreißig Jahren als identitätsstiftend für unser Gemeinwesen angesehen haben. Schauen wir uns jedoch einmal die Anfänge unserer Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg an, so erkennen wir: der Daseinszweck der Bundesrepublik Deutschland bestand von Anfang an in nichts anderem als möglichst bald einen Krieg gegen die Sowjetunion zu führen. In diesem Zusammenhang wurde die sogenannte Wiedervereinigung inszeniert. Mehr …

Ziel der US-Regierung ist es, eine gegenseitige Annäherung von Deutschland und Russland um jeden Preis zu verhindern. Dabei hilft auch die Google-Tochter YouTube mit. So werden wichtige Informationen auf YouTube einfach gelöscht … Die größte Gefahr für die USA wäre ein politisch und wirtschaftlich enges Zusammengehen von Deutschland und Russland, denn Deutschland hat die Technologie und die Industrie und Russland alle notwendigen Bodenschätze; Gas, Öl, Titan, Uran und andere. Dieser Zusammenarbeit Deutschland-Russland hätten die USA nichts Gleichwertiges entgegenzuhalten. Dies hat der äußerst einflussreiche US-Politologe George Friedman öffentlich gemacht. Nur: Das Video auf YouTube, das diese seine Erklärung wiedergibt, verschwindet regelmäßig aus dem Netz. Auch jetzt ist es wieder verschwunden. Da Globalbridge.ch die geopolitische Szene und die Propaganda der USA und ihrer europäischen Vasallen in den westlichen Medien relativ gut kennt, hat man dieses Video nicht nur auf YouTube verlinkt, sondern sicherheitshalber auch auf einen eigenen Speicher geladen. Wie man mittlerweile sehen kann, ist das oben beschriebene Ziel der US-Politik in den vergangenen Monaten einmal mehr perfekt erreicht worden, nicht zuletzt mit Hilfe der großen westlichen Medien. Und dies – kaum überraschend – vor allem zum Nachteil von Deutschland, welches sogar die Zerstörung der eigenen Wirtschaft in Kauf nimmt, um den USA zu gefallen und deren Wünsche devot zu erfüllen. Mehr …

06.08.2022: Die Politik der Sackgasse. Die Versuche des Westens, das mächtige Russland „einzudämmen“, sind alt — neu ist der selbstzerstörerische Furor, mit dem jetzt die Ukraine unterstützt wird. Es wäre so schön: eine unipolare Weltordnung mit dem Westen als einzigem potentem Pol, die heiß ersehnte „Global Leadership“. Störend ist da nur dieses Russland. Das Riesenreich, rohstoffreich und weitgehend autark, hat noch jedem Versuch, es „zurückzudrängen“, bisher getrotzt. Napoleon und Hitler bissen sich an Russland die Zähne aus, und auch die wegen der Kriegshandlungen in der Ukraine verhängten Sanktionen mündeten eher in westeuropäischer Selbstverstümmelung. Der grundlegende Irrtum in der Russlandfrage besteht darin, dass das Narrativ vom „aggressiven“ Evil Empire ein Akt der Projektion ist. Es sind die Westmächte selbst, vor allem die USA, die von einer vorwärtsdrängenden, alles vereinnahmenden Energie angetrieben werden. Russland will nur, dass seine Interessen nicht völlig unter die Räder kommen. Allerdings wäre es naiv, zu glauben, dass das Handeln westeuropäischer Länder lediglich ein dummer „Fehler“ sei. Vielmehr ist der derzeitig desaströse Verlauf der Weltgeschichte ein voller Erfolg — jedenfalls aus Sicht derer, die die Welt im Sinne von Kapitalinteressen radikal umstrukturieren und autoritär unterwerfen wollen. Mehr …

03.08.2022:  Historiker Effenberger: Mehr als 100 Jahre Vorlauf zum 3. Weltkrieg. Wird der „Traum des internationalen Globalismus“ und der „Neuen Weltordnung“ seit über 100 Jahren zielstrebig und beweisbar verfolgt? Der Historiker und Autor Wolfgang Effenberger sagt ja! Der heutige Krieg hat eine lange Vorgeschichte. Der 2. Weltkrieg hat den 1. Weltkrieg als Vorbedingung. Und bereits vor dem 1. Weltkrieg haben plutokratische und überaus mächtige Kreise in England und den USA an einer konkreten globalen Agenda gearbeitet. Mehr …
Hierzu Buchempfehlungen: Die unterschätzte Macht – Untertitel: Von Geo- bis Biopolitik - Plutokraten transformieren die Welt
Schwarzbuch EU & NATO – Untertitel: Warum die Welt keinen Frieden findet  

31.07.2022:  Geo-Kultur trifft Geopolitik: Finnland und Schweden in der NATO? Dann auch russische Ostukraine! Kann man gleichzeitig für einen NATO-Beitritt Finnlands und Schwedens sowie eine russische Einflusssphäre in der Ostukraine sein? Man kann. Und aus geo-kultureller Sicht sollte man sogar. Sowohl in Finnland und Schweden als auch in der Ostukraine sollten keine NATO beziehungsweise russischen Militärbasen errichtet, keine ständigen Truppen der NATO oder Russlands und keine Raketen stationiert werden, um die Stabilität nicht zu gefährden. Finnland hat all das bereits zugesagt. Schließlich sind Finnland und Schweden ebenso eindeutig dem westlichen Kulturkreis zuzuordnen wie die Ostukraine dem russischen, in deren Gebieten nach der letzten in der Ukraine erfolgten Volkszählung von 2001 je nach Region mehr als 20 Prozent ethnische Russen leben und die russische Sprache dominiert. Die Westukraine hingegen war lange Zeit Bestandteil von Österreich-Ungarn beziehungsweise Polen, was jeder weiß, der in friedlicher Zeit in einem guten alten Lemberger K.u.K Kaffeehaus saß. Die griechisch-katholische Prägung seit der Union von Brest 1596 hat das ihre getan, um die Westukraine eng in das Abendland zu integrieren. Mehr …

28.07.2022: Historiker Wolfgang Effenberger: Die globalistische Langzeitstrategie. Der Historiker Wolfgang Effenberger betont: Alles was wir an Kriegen und Konflikten derzeit erleben, wurde von US-Militärstrategen schon vor Jahrzehnten geplant und niedergeschrieben. Dokumente beweisen, dass die westliche globalistische Agenda von 1994 bis 2040 Chaos, Konflikte und Krieg vorgesehen hat. Der nächste Akt: Krieg zwischen dem Westen und Russland, China. (Ergänzung der Redaktion: NATO mit Deutschland gegen Russland, damit die USA den Rücken frei hat gegen China.) Wolfgang Effenberger beschäftigt sich seit über zwanzig Jahren intensiv mit der Geschichte der USA, der NATO und der EU. In zahlreichen Büchern und Artikeln hat er akribisch seine Recherchen in den Archiven zusammengetragen und dokumentiert. In dieser Interview-Reihe versuchen Effenberger und AUF1-Chefredakteur Stefan Magnet kompakt und übersichtlich das große Bild zu zeichnen. Videointerview …

24.07.2022: Arktis und Geopolitik: Erstmals seit 25 Jahren wird die internationale Kooperation erschwert. Die derzeitige weltweite geopolitische Krise wirkt sich auch auf internationale Projekte in der Arktis aus – zum ersten Mal seit einem Vierteljahrhundert. Dies ist die Auffassung von Experten aus Russland, Finnland, Indien und China, die diese Woche im Rahmen der "Arctic Sessions" miteinander diskutierten. Der Runde Tisch zum Thema "Arktischer Rat: Szenarien für die Zukunft der internationalen Plattform" fand am 20. Juli statt. Vertreter der internationalen Arktis-Expertengemeinschaft aus Finnland, China, Indien und Russland nahmen an der Diskussion teil. Es war die erste Veranstaltung im Rahmen der "Arctic Sessions", einer Reihe von Expertengesprächen am Runden Tisch. Und die erste Veranstaltung, die vor dem Hintergrund einer schweren geopolitischen Krise stattfindet, die auch Projekte in der Arktis beeinträchtigt. In der derzeitigen Situation ist es schwierig geworden, sowohl die Sicherheit der arktischen Projekte zu gewährleisten als auch Vertrauen zwischen den internationalen Projektteilnehmern aufzubauen. "Die Zukunft des Arktischen Rates hängt von seinen Mitgliedsstaaten ab", glaubt Kortschunow – und davon, welche Lösungen zur "Sicherung ihrer Interessen" sie in der Arktis verfolgen würden. Mehr …

23.07.2022:  Gegenentwurf zur EU: Der eurasische Kontinent und das Konzept souveräner Nationalstaaten. Die Integration des eurasischen Kontinents schreitet voran. Jenseits der EU vertiefen und erweitern sich mächtige transnationale Organisationen, die ihre Mitgliedstaaten nicht zum Aufgeben ihrer nationalen Souveränität zwingen. Die EU mutet im Vergleich dazu als ein totalitärer Gegenentwurf an. Der Westen hat unzählige Male seine geopolitischen Interessen völkerrechtswidrig militärisch durchgesetzt oder durchzusetzen versucht. Die verheerenden Folgen haben im Westen niemanden der politisch Verantwortlichen gejuckt. Jetzt ist es andersrum. Russland setzt gegenüber dem Westen seine sicherheitspolitischen Interessen militärisch durch, und den Großteil der Welt juckt es nicht, im Gegenteil.
Außerhalb der westlichen Blase nimmt man sehr wohl wahr, dass diesem Einmarsch jahrelange diplomatische Bemühungen vorausgegangen waren, welche der Westen allesamt gegen die Wand fahren ließ. Genau an dem Scheitern dieser russischen Bemühungen auf dem Verhandlungsweg wird aber für die Beobachter außerhalb der westlichen Hemisphäre auch der imperialistische Charakter des Westens deutlich. Die zur Schau gestellte scheinbare Gesprächsbereitschaft diente nur der immer weitergehenden Eskalation und dem Ziel, die westliche Einfluss-Sphäre weiter auszudehnen. Russland bietet genau dieser imperialistischen Strategie jetzt Einhalt, wobei sich die Mehrzahl der Länder der Welt dazu entweder neutral verhält oder Russland sogar Rückhalt bietet. Man ist der doppelten Standards des Westens überdrüssig.
Der eurasische Kontinent östlich von der EU rückt immer weiter zusammen und baut zudem ein weltweites Netzwerk und Organisationen als Alternative zu westlichen Institutionen auf. Die BRICS-Staatengemeinschaft ist hierfür sicherlich das deutlichste Beispiel. Die BRICS, bisher bestehend aus Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika vergrößern sich deutlich. Drei der fünf BRICS-Staaten liegen in Eurasien und repräsentieren mit ihrer Bevölkerung schon jetzt rund 3 Milliarden Menschen. Zum Vergleich: Die EU kommt mit 440 Millionen Einwohnern auf nicht einmal ein Sechstel davon. Iran, die Türkei, Kasachstan, Indonesien, Argentinien, Thailand und Ägypten gelten als potenzielle BRICS-Beitrittskandidaten. Darüber hinaus bildeten sich in Eurasien große sicherheitspolitische Bündnisse wie die Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) und die Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit (OVKS). All diese Organisationen vertreten einen immer größer werdenden Teil der Weltbevölkerung und damit die wirtschafts- und sicherheitspolitischen Interessen des größten Teils des eurasischen Kontinents. Aus diesen Bündnissen entstehen Institutionen wie die New Development Bank. Sie ist eine Alternative zu dem vom Westen und seinen Regeln dominierten Internationalen Währungsfonds (IWF). Was die oftmals als hysterisch einzustufende Berichterstattung über den Ukraine-Konflikt verdeckt, ist die Tatsache, dass die übrige Welt mittlerweile des Westens überdrüssig geworden ist. Mehr …

17.07.2022:  Welche Rolle hat die G20 in der gegenwärtigen Geopolitik? Das Treffen der G20-Außenminister geriet zu einer Farce, nachdem Russlands Chefdiplomat Sergei Lawrow das Treffen vorzeitig verließ und ihm sein US-Amtskollege einige Beleidigungen nachrief. Indem der Westen die Konfrontation mit Russland und China sucht, hat er die G20 de facto gelähmt. Russische Experten hinterfragen welcher Zukunft diese Organisation entgegengeht. Dieses Treffen war eine weitere Generalprobe für den im November geplanten eigentlichen G20-Gipfel, der aufgrund des Konflikts zwischen Russland und dem Westen sowie der immer größer werdenden Spannungen zwischen den USA und China zum Scheitern verurteilt scheint. Russische Experten sind sich einig, dass diese Organisation, die der Welt nach 2008 noch bei der Überwindung der Finanzkrise geholfen hatte, aufgrund dieser Probleme nicht in der Lage sein wird, die aktuelle Energie- und Lebensmittelkatastrophe einzudämmen. Zum ersten Mal seit Beginn der russischen Militäroperation in der Ukraine trafen dort die Außenminister der G7-Staaten wieder persönlich mit dem russischen Außenminister Sergei Lawrow zusammen. Das Treffen fand in Indonesien auf der Insel Bali statt. Aber es lief nicht gut.
Erstens weigerten sich die Teilnehmer zum ersten Mal in der Geschichte der G20-Treffen, gemeinsam für ein Foto zu posieren. Zweitens tauschten der russische Minister und seine westlichen Amtskollegen lediglich gegenseitige Vorwürfe aus: Westliche Minister warfen Russland vor, angeblich Getreidelieferungen zu blockieren, Lawrow warf dem Westen ein gefährliches Vorgehen gegen Russland vor. "Wenn der Westen keine Gespräche will, aber wünscht, dass die Ukraine Russland auf dem Schlachtfeld besiegt – beides wurde geäußert – dann gibt es vielleicht nichts, worüber man mit dem Westen sprechen könnte. (...) Aggressoren, Eindringlinge, Besatzer. Wir haben heute schon von einigen solchen Dingen gehört", sagte er über das Treffen. Letztendlich verließ der russische Außenminister die Veranstaltung, noch bevor sie zu Ende war. Medienberichten zufolge verließ er den Saal just in dem Moment, als der ukrainische Außenminister Dmitri Kuleba per Videokonferenzschaltung zu sprechen begann – obwohl die Ukraine gar kein Mitglied der G20 ist. Der russische Minister fehlte dann folglich auch bei der Rede der deutschen Außenministerin Annalena Baerbock. Mehr …

07.07.2022: Geopolitische Machtspiele. Nein, gemeint ist nicht, was auf dem gut 166 Millionen Euro teuren (rund 30 Millionen mehr als sieben Jahre zuvor) G7-Gipfeltreffen auf Schloss Elmau stattfand. Diese Wir hier oben-Ihr da unten-Inszenierung brachte wieder nicht mehr als Absichtserklärungen hervor, für die eine Video-Schalte ausgereicht hätte. Geopolitik ist den westlichen Politikern eher fremd geworden. Das diese Geopolitik aber keineswegs aufgehört hat, zu existieren und nach wie vor entscheidend den Lauf der Welt bestimmt, untersucht Martin Grosch in seinem Buch: „Geopolitische Machtspiele – wie China, Russland und die USA sich in Stellung bringen und Europa immer stärker ins abseits gerät“. Martin Grosch, Oberstleutnant d.R., zur Zeit Presseoffizier beim Landeskommando Hessen, hat zahllose geopolitische Seminare abgehalten und auf unzähligen Reisen nach Afrika, Russland, Osteuropa, den Nahen Osten und China immer neue Erkenntnisse gesammelt. Er kann als einer der wenigen kompetenten Geopolitik-Kenner gelten, die Deutschland noch besitzt. Annalena Baerbock müsste sein Buch als Pflichtlektüre lesen, falls sie nicht die Agenda des Great Reset und Transhumanismus verfolgen würde. Mehr …

12.06.2022 Archivmeldung vom 26. Juli 2017: Neueste Sanktionen gegen Russland: Gezielte Strategie zur Schwächung Eurasiens. Die USA möchten erneut Sanktionen gegen Russland verhängen. Diesmal mit dem Argument, Russland hätte mittels Hackerangriffen die letzte amerikanische Wahlkampagne beeinflusst. Tatsächliche Bedrohung oder Neuauflage des „Teile-und-Herrsche”-Prinzips um den eurasischen Raum zu schwächen? Beurteilen Sie selbst diese neueste politische Entwicklung anhand der vorliegenden Fakten. Video und mehr …

09.06.2022: Streifzug durch die Geopolitik. Kriege wie in Syrien oder der Ukraine stehen ebenso in Zusammenhang mit geopolitischen Interessen wie die aktuellen Tumulte in der Weltwirtschaft. Von der Energiepolitik über den Welthandel, von Russlands Agieren bis zur Frontstellung zwischen den USA und China ist vieles verständlicher, wenn man mit grundlegenden Strategien der Geopolitik vertraut ist. Der vorliegende Text versucht einen entsprechenden historischen Querschnitt. Von der Politik Otto von Bismarcks und dem wegweisenden Konzept Halford Mackinders geht es zum Rapallo-Vertrag zwischen Deutschland und der Sowjetunion und zu den „Lebensraum“-Zielen der Nazis. Die US-Geopolitik nach 1945 und der Kalte Krieg enden mit der „Full Spectrum Dominance“ des US-Imperiums. Seine unipolare Weltordnung wird durch das Comeback Russlands und den Aufstieg Chinas herausgefordert.
Streifzug durch die Geopolitik -  Teil 1/3 - In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten.
Streifzug durch die Geopolitik -  Teil 2/3 - Geopolitik nach dem Weltkrieg
Streifzug durch die Geopolitik -  Teil 3/3 - Russisches Comeback  Mehr …

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